Die Sanierung, Installation bzw. Neugestaltung eines Badezimmers, ob in Eigenregie oder komplett durch einen Handwerksbetrieb für Heizung und Sanitär ausgeführt, umfasst alle Bereiche: Dusche, Badewanne, Waschtisch, WC, Urinal, Bidet etc., Bodenfliesen und Wandfliesen, Armaturen sowie Badmöbel

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aktuell: Die staatliche Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat das neue Förderprodukt: „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss“ (Nr. 455) im Programm. Es fördert Umbaumaßnahmen, die zur Reduktion von Barrieren in Wohnungen dienen. Es richtet sich an alle Personen, die ihre Immobilie barrierefrei umbauen wollen oder einen barrierearm umgebauten Wohnraum als Ersterwerber kaufen. Sowohl Eigentümer als auch Mieter (in Absprache mit dem Eigentümer) können einen Antrag auf Bezuschussung stellen.

Die Eckdaten für Einzelmaßnahmen lauten:

– 8 % der förderfähigen Kosten
– bis zu 4.000 € pro Wohneinheit

Bei Umbauten zum Standard „Altersgerechtes Haus“ gilt:

– 10 % der förderfähigen Kosten
– bis zu 5.000 € pro Wohneinheit

Der Antrag muß vor Baubeginn (!) gestellt werden.
Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen u.a. Umbauten im Eingangsbereich, Nachrüstungen von Aufzug- und Treppenliftsystemen oder die Umgestaltung der Raumaufteilung.
Einer der wichtigsten Punkte in Bezug auf Barrierefreiheit ist das Badezimmer und darin insbesondere ein bodengleicher bzw. schwellenloser Duschplatz mit einer maximal zulässigen Niveauabsenkung zum angrenzenden Bodenbereich von 20 mm.

14.06.2015: Das Finanzgericht Münster hat geurteilt, dass die Aufwendungen für eine grundlegende Badezimmersanierung anteilig anrechenbar sind auf die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, wenn diese Sanierungsarbeiten wesentlich sind und somit mit einer Wertsteigerung des gesamten Wohnhauses bzw. der Eigentumswohnung einhergehen.
Eine vorgenommene Modernisierung des Badezimmers erhöht demnach dauerhaft den Gebäudewert und damit auch den Entnahmewert.
Außerdem: Hätte der Bauherr die Sanierungsmaßnahmen innerhalb der ersten drei Jahre nach der Anschaffung des Objektes durchgeführt, wären die Kosten als anschaffungsnahe Herstellungskosten über die Gebäudeabschreibung auch anteilig als Aufwendungen des Arbeitszimmers zu berücksichtigen gewesen.
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